Hypoxie beschreibt einen Zustand, in dem dem Körper vorübergehend weniger Sauerstoff zur Verfügung steht als unter normalen Bedingungen.
Dieser Zustand entsteht beispielsweise in großen Höhen, bei Aufenthalten im Hochgebirge, unter bestimmten medizinischen Bedingungen bzw. durch technische Höhensimulation. Dabei bedeutet Hypoxie nicht automatisch Sauerstoffmangel im gefährlichen Sinne. Entscheidend ist die Ausprägung.


Leichte und kontrollierte Formen von Hypoxie unterscheiden sich grundlegend von einer unzureichenden Sauerstoffversorgung infolge von Erkrankungen oder Notfallsituationen.
Der menschliche Organismus ist darauf ausgelegt, sich an veränderte Umweltbedingungen anzupassen. Wird weniger Sauerstoff verfügbar, registrieren spezialisierte Sensoren diese Veränderung. Daraufhin werden biologische Anpassungsprogramme aktiviert. Diese Fähigkeit ist ein evolutionärer Mechanismus, der Menschen das Leben in unterschiedlichsten Höhenlagen ermöglicht.
Moderne Forschung betrachtet Sauerstoff nicht ausschließlich als Energieträger. Sauerstoff dient gleichzeitig als Informationssignal. Verändert sich seine Verfügbarkeit, verändern sich auch zahlreiche biologische Prozesse innerhalb der Zellen. Genau deshalb steht Hypoxie seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der Höhenmedizin und physiologischen Forschung.
Wer sich erstmals mit Intervall-Höhentraining beschäftigt, stößt meist schnell auf den Begriff Hypoxie. Weniger bekannt ist die zweite Komponente der Methode: Hyperoxie – Atemluft mit einem erhöhten Sauerstoffanteil. Während viele klassische Höhenanwendungen ausschließlich mit reduzierter Sauerstoffverfügbarkeit arbeiten, kombiniert IHHT bewusst unterschiedliche Sauerstoffbedingungen innerhalb einer Anwendung.

Erhöhte Sauerstoffkonzentrationen werden seit Jahrzehnten wissenschaftlich untersucht. Dabei beschäftigen sich Forscher unter anderem mit:
Diese Fragestellungen sind heute Teil verschiedener Forschungsgebiete – von der Höhenphysiologie bis zur modernen Zellforschung. Hier liest du mehr dazu.
Hypoxie und Hyperoxie verstehen